Der Lago dell’Accesa ist eine Reise in die Natur, die Geschichte und die Welt der Legenden

Unser Agrotourismusbetrieb liegt nur 400 Meter vom Wasserspiegel des zauberhaften Sees Lago dell’Accesa entfernt, der vor circa 220 Millionen Jahren in einer Karstsenke des Calcare cavernoso entstanden ist.

Der See hat eine maximale Tiefe von 38 m und wartet mit einer großen Vielfalt an wissens- und entdeckenswerten Tier- und Pflanzenarten auf.

So beherbergt er z. B. eine abwechslungsreiche Fischfauna, unter der Karpfen, Schleien, Hechte, Döbel, Barsche, Ukeleien, Aale und Forellen herausragen, und ist daher ein beliebtes Angelrevier des italienischen Angelsportverbandes „Federazione Italiana Pesca Sportiva“. Und im üppigen Grün, das den See einfasst, leben viele typische Tiere der toskanischen Maremma, darunter Wildschweine, Stachelschweine, Dachse, Hasen, Füchse und Rehe.
Die Unversehrtheit der Umwelt wird vom Vorkommen zahlreicher Amphibienarten, darunter der Italienische Hybridfrosch, die Erdkröte und die Grüne Kröte oder Wechselkröte, sowie der Griechischen Landschildkröte in diesem Gebiet bezeugt.

In der Nähe des Sees befindet sich ein interessanter Archäologiepark, in dem kürzlichen Ausgrabungen eine aus Resten von Behausungen und einer Nekropole bestehende etruskische Ansiedlung zutage gebracht haben: Die Fundstücke sind im Archäologischen Museum von Massa Marittima untergebracht.

Der Archäologiepark liegt in einem dichten Nutzwald aus Eichen, Steineichen und Mannaeschen, doch auch andere Hölzer der hiesigen Flora sind vertreten, u.a. Korkeiche, Flaumeiche, Lorbeer, Mastixstrauch, Erika, Myrte und Rosmarin.

Die Geschichte und die Mythen des Sees Lago dell’Accesa

Der vom Landgut unserer Familie eingefasste Lago dell’Accesa ist nur 400 Meter vom Agrotourismusbetrieb entfernt.

Er ist einer der eindrucksvollsten Seen der Maremma und die Etrusker, die wie kein anderer die schönsten Orte für ihre Ansiedlungen auszuwählen vermochten, lebten ab dem 9. Jh. v. Chr. an seinen Ufern.

Er ist karstigen Ursprungs und hat einen Abfluss, den Bruna.

Sein mineralstoffreiches Wasser (Schwefel, Nitrate und Phosphate) ist nicht nur sehr sauber, sondern hat auch eine erholsame und beruhigende Wirkung: Unsere Gäste behaupten, hier viele Stunden mehr als normalerweise zu schlafen, vor allem nach einem Bad im See.

Der Grund hierfür könnten die Eigenschaften des unterirdischen Wassers oder der Zauber des legendenumwobenen Sees sein.

Man erzählt sich, dass alle hiesigen Landwirte den der Hl. Anna gewidmeten Tag zu Ehren der Heiligen als Ruhetag hielten. Doch an einem weit zurückliegenden 26. Juli scherten sich einige Landwirte nicht um die Tradition und droschen ihr Getreide trotzdem, wie Lidia Orlandini erzählt:

Morgens kam ein Lüftchen auf und bald schon wimmelte es von Menschen und Tieren: Die von der aufwirbelnden, sie bedeckenden Spreu eingehüllten Männer erteilten schreiend Befehle; die Kinder rannten umher und brachten Weinkrüge; die Frauen rupften in der großen Küche Hühner, um das Mittagessen vorzubereiten.

Die Stimmung war freudig und niemand zeigte Unbehagen wegen des Verstoßes gegen eine in ferner Vergangenheit zwischen den Menschen und der Gottheit geschlossene Abmachung, es schien vielmehr eine Herausforderung in der Luft zu liegen: Die Bauern hatten ihren Boden gut bearbeitet und ernteten nun die Früchte ihrer Arbeit.
Doch auf einmal zerriss ein fürchterliches Getöse die Luft, das von dumpf nachklingenden, von Hügel zu Hügel widerhallenden Schreien und Rufen, von Getrappel und Wiehern begleitet wurde, und die Erde tat sich auf, um in einem Strudel alles in ihrem Inneren zu verschlingen. Danach kehrte wieder Ruhe ein und an derselben Stelle glänzte das grünliche Wasser eines kleinen Sees in der Sonne.

(Quelle: Per viottoli, sentieri e stradelli. Il lago dell’Accesa e dintorni, Follonica 2000).

Das Verhalten der Hl. Anna lässt uns hinter dem Namen der Mutter der Jungfrau Maria die Erdgottheit erkennen, die Herrin über die Ernten und die landwirtschaftlichen Arbeiten: Mater Matuta, Ceres, Demeter, übermächtige Rächerin, verehrt und gefürchtet unter vielen verschiedenen Namen von allen Völkern der Antike, den Etruskern, den Italikern, den Griechen, den alten Römern, usw.

Die Legende könnte ein Bruchstück einer verloren gegangenen etruskischen Geschichte enthalten.

Es heißt, dass in der Nacht des 26. Juli rund um den See Wehklagen und aufgeregte Stimmen , Pferdegetrappel und Ochsengebrüll zu hören sind.

Auf der Seeseite, die dem Agrotourismusbetrieb am nächsten liegt, befindet sich ein kleiner Strand, dessen flaches Ufer auch Nichtschwimmern Badespaß ermöglicht, während man auf der gegenüber liegenden Seite ins Wasser springen kann: Geübte Schwimmer wetteifern hier bei Seeüberquerungen.

Manch einer behauptet, der See messe an seiner tiefsten Stelle 40 Meter, doch der Seegrund scheint voller Äste zu sein, was eine genaue Messung verhindert